KOSTENLOSER VERSAND AB 39,90 € BESTELLWERT

a
Gesichtscreme mit Lichtschutzfaktor auf der Hand aufgetragen

Gesichtscreme mit Lichtschutzfaktor: LSF 50 richtig auswählen

1 September 2026
admin

Gesichtscreme mit Lichtschutzfaktor auf der Hand aufgetragen

Eine Gesichtscreme mit Lichtschutzfaktor sollte drei Dinge erfüllen: einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30, besser 50, einen ausgewiesenen UVA-Schutz (das eingekreiste „UVA“-Zeichen auf der Packung) und eine Textur, die Sie täglich gern auftragen. Entscheidend ist nicht der teuerste Tiegel, sondern die Menge: Für das Gesicht braucht es rund einen halben Teelöffel, also deutlich mehr, als die meisten Menschen verwenden.

Ich bin Giuliano Conforti und arbeite in San Giorgio Albanese in der Provinz Cosenza im Olivenhain. Wer wie wir von Mai bis Oktober täglich draußen steht, lernt zwei Dinge: Sonne ist Arbeitsgrundlage, und Sonne ist ein Risiko. Bei uns wird das Thema pragmatisch behandelt – Hut, langärmeliges Hemd, Schatten in den Mittagsstunden, und für Gesicht und Nacken eine Creme, die man morgens aufträgt, ohne darüber nachzudenken.

Dieser Beitrag erklärt, worauf Sie beim Kauf achten und wie Sie das Produkt richtig verwenden. Und gleich vorweg ein Punkt, der auf einer Seite eines Olivenölerzeugers sein muss: Pflanzenöl ist kein Sonnenschutz. Olivenöl pflegt die Haut, aber es ersetzt keinen Lichtschutzfaktor.

Was der Lichtschutzfaktor tatsächlich bedeutet

Bevor Sie sich für ein Produkt entscheiden, lohnt es, die Zahl auf der Packung richtig einzuordnen. Sie wird häufig missverstanden, und aus diesem Missverständnis folgen die meisten Anwendungsfehler.

Der Lichtschutzfaktor gibt an, wie stark die Strahlung reduziert wird, die für den Sonnenbrand verantwortlich ist. LSF 30 filtert rund 96,7 Prozent der UVB-Strahlung heraus, LSF 50 etwa 98 Prozent. Der Sprung von 30 auf 50 wirkt klein, halbiert aber die verbleibende Reststrahlung – bei langer Aufenthaltsdauer im Freien ist das ein realer Unterschied.

Was der Faktor nicht bedeutet: eine Verlängerung der Zeit, die Sie in der Sonne verbringen dürfen, um den Faktor multipliziert. Diese Rechnung stimmt nur unter Laborbedingungen mit der vorgeschriebenen Auftragsmenge, und die wird im Alltag praktisch nie erreicht. Betrachten Sie den Wert also als Schutzniveau, nicht als Zeitkonto.

Lichtschutzfaktor UVB-Filterung Reststrahlung
LSF 15 ca. 93 % ca. 1/15
LSF 30 ca. 96,7 % ca. 1/30
LSF 50 ca. 98 % ca. 1/50
LSF 50+ über 98 % unter 1/50

UVA, UVB und das eingekreiste Zeichen

UVB-Strahlung verursacht den Sonnenbrand, UVA-Strahlung dringt tiefer ein und ist maßgeblich an der lichtbedingten Hautalterung beteiligt. Der aufgedruckte Lichtschutzfaktor beschreibt jedoch nur den UVB-Schutz. Für UVA gibt es das eingekreiste „UVA“-Symbol: Es bedeutet, dass der UVA-Schutz mindestens ein Drittel des angegebenen Lichtschutzfaktors erreicht.

Eine Gesichtscreme mit Lichtschutzfaktor ohne dieses Zeichen sollten Sie im Regal stehen lassen. UVA-Strahlung ist ganzjährig und auch bei bewölktem Himmel präsent und dringt durch Fensterglas – im Gegensatz zu UVB, das von normalem Glas weitgehend zurückgehalten wird.

Gesichtscreme mit Lichtschutzfaktor: die richtige Menge

Kein anderer Punkt entscheidet so stark über die tatsächliche Schutzwirkung wie dieser. Eine Gesichtscreme mit Lichtschutzfaktor 50, zu dünn aufgetragen, schützt schlechter als ein LSF 30 in korrekter Menge.

Die Laborwerte für den Lichtschutzfaktor werden mit 2 Milligramm Produkt je Quadratzentimeter Haut ermittelt. Auf das Gesicht samt Hals umgerechnet sind das etwa 1,2 Gramm, also gut ein halber Teelöffel. Untersuchungen zeigen, dass die meisten Menschen ein Viertel bis die Hälfte davon auftragen – und damit faktisch bei einem deutlich niedrigeren Schutzniveau landen als auf der Packung steht.

Eine praktikable Merkhilfe ist die Zwei-Finger-Regel: zwei durchgehende Streifen Creme auf Zeige- und Mittelfinger, das entspricht ungefähr der Menge für Gesicht und Hals. Tragen Sie sie in zwei Durchgängen auf, damit nichts fettig glänzt und trotzdem genug ankommt.

Erneuern Sie den Schutz alle zwei Stunden, wenn Sie draußen sind, sowie nach Schwitzen, Baden und Abtrocknen. Vergessen werden regelmäßig Ohren, Nacken, Lippen und die Kopfhaut am Scheitel – bei uns im Hain sind das die Stellen, an denen sich jeder irgendwann einmal verbrannt hat.

Mineralische oder chemische Filter?

Die zweite Frage, die im Regal auftaucht, betrifft die Filtertechnologie. Beide Prinzipien sind zugelassen und wirksam; sie unterscheiden sich vor allem im Tragegefühl.

Mineralische Filter, meist Zinkoxid oder Titandioxid, legen sich auf die Haut und reflektieren beziehungsweise streuen die Strahlung. Sie wirken sofort nach dem Auftragen, gelten als sehr gut verträglich und sind für empfindliche Haut sowie für Kinder die naheliegende Wahl. Nachteil: Sie können einen weißlichen Schimmer hinterlassen, besonders bei dunkleren Hauttypen.

Organische, umgangssprachlich „chemische“ Filter nehmen die Strahlung auf und wandeln sie in Wärme um. Sie ziehen unsichtbar ein und fühlen sich leichter an, was für den täglichen Gebrauch angenehmer ist. Viele moderne Produkte kombinieren beide Prinzipien. Welche Filter zugelassen sind, ist in der EU einheitlich geregelt und in der Kosmetikverordnung abschließend gelistet.

Für den Alltag gilt schlicht: Die beste Gesichtscreme mit Lichtschutzfaktor ist die, die Sie tatsächlich jeden Morgen benutzen. Ein hochwertiges Produkt, das im Schrank bleibt, weil es sich unangenehm anfühlt, schützt niemanden.

Textur nach Hauttyp wählen

Weil die Menge über alles entscheidet, ist die Textur kein Komfortthema, sondern ein Wirksamkeitsthema. Eine Gesichtscreme mit Lichtschutzfaktor, die sich schwer und klebrig anfühlt, wird sparsamer aufgetragen – und verliert dadurch messbar an Schutz.

Hauttyp Passende Textur Worauf achten
Trocken reichhaltige Creme zusätzlich rückfettende Bestandteile
Fettig, zu Unreinheiten neigend Fluid oder Gel Auslobung „nicht komedogen“
Empfindlich mineralische Filter möglichst ohne Duftstoffe
Mischhaut leichte Lotion zonenweise unterschiedlich auftragen
Reife Haut Creme mit Antioxidantien UVA-Zeichen unbedingt prüfen

Make-up mit Lichtschutzfaktor ersetzt keine eigene Sonnenschutzschicht, weil davon nie genug aufgetragen wird. Betrachten Sie es als Bonus, nicht als Grundlage.

Braucht man eine Gesichtscreme mit Lichtschutzfaktor täglich?

Im Sommer, bei Aufenthalt im Freien und in den Bergen ist die Antwort klar ja. Im Winter hängt es davon ab, wie viel Zeit Sie draußen verbringen und wie hoch der UV-Index in Ihrer Region liegt. Zwischen November und Februar ist die UV-Belastung in Mitteleuropa gering; wer den Tag im Büro verbringt, braucht keinen hohen Lichtschutz.

Anders sieht es bei Schnee, Wasser und Höhe aus: Schnee reflektiert einen erheblichen Teil der Strahlung, und mit jedem Höhenmeter nimmt die UV-Intensität zu. Ein Skitag im Februar belastet die Gesichtshaut stärker als ein bewölkter Julitag in der Stadt. Orientieren Sie sich am tagesaktuellen UV-Index statt am Kalender.

Wohin im Pflegeablauf?

Sonnenschutz gehört an das Ende der morgendlichen Pflege und vor das Make-up. Erst die Reinigung, dann eventuelle Seren oder Feuchtigkeitspflege, anschließend das Sonnenschutzprodukt, und wenn es sehr trocken ist, darf die Pflegecreme darunter etwas reichhaltiger ausfallen. Lassen Sie jede Schicht kurz einziehen, damit sich die Produkte nicht miteinander verreiben.

Zwei praktische Hinweise, die im Alltag mehr bringen als jede Produktdiskussion: Stellen Sie die Tube dorthin, wo Sie sie morgens ohnehin sehen, und rechnen Sie damit, dass eine ausreichend verwendete Packung schneller leer wird, als Sie denken. Wer im Sommer mit einer Tube durch die ganze Saison kommt, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit zu wenig aufgetragen.

Was die Ernährung leisten kann – und was nicht

Hier ist Genauigkeit wichtig, weil im Netz viel Unsinn zirkuliert. Kein Lebensmittel, kein Öl und kein Nahrungsergänzungsmittel bietet Sonnenschutz. In der EU dürfen Lebensmittel nur mit gesundheitsbezogenen Angaben beworben werden, die ausdrücklich zugelassen sind; die vollständige Liste steht in der Verordnung (EU) Nr. 432/2012. Eine Angabe im Sinne von „schützt die Haut vor UV-Strahlung“ ist dort für kein Lebensmittel aufgeführt.

Was sinnvoll bleibt: eine ausgewogene, gemüse- und obstreiche Ernährung, die die Haut mit den üblichen Nährstoffen versorgt. Zu Carotinoiden in Lebensmitteln haben wir einen eigenen Beitrag über Beta-Carotin-Lebensmittel geschrieben. Und Olivenöl hat in der Hautpflege durchaus einen Platz – als Pflegeöl, nicht als Schutz; mehr dazu im Beitrag Olivenöl für die Haut. Unser kalt gemahlenes Öl finden Sie in der Kategorie natives Olivenöl extra.

Fünf häufige Fehler

Die folgenden fünf Punkte entscheiden im Alltag darüber, ob eine Gesichtscreme mit Lichtschutzfaktor hält, was die Packung verspricht.

Zu wenig auftragen. Der mit Abstand größte Fehler. Ein halber Teelöffel für Gesicht und Hals ist die Zielgröße.

Nur bei Sonnenschein. UVA-Strahlung ist auch bei Wolken und hinter Glas vorhanden.

Nicht nachcremen. Nach zwei Stunden im Freien, nach Schwitzen und nach dem Abtrocknen erneuern.

Ränder vergessen. Ohren, Nacken, Lidränder und Lippen bleiben regelmäßig unversorgt.

Alte Produkte verwenden. Nach dem Öffnen gilt die Angabe auf dem Tiegelsymbol; angebrochene Flaschen vom Vorjahr besser ersetzen.

Häufige Fragen zur Gesichtscreme mit Lichtschutzfaktor

Welchen Lichtschutzfaktor sollte eine Gesichtscreme mit Lichtschutzfaktor haben?

Mindestens 30, für längere Aufenthalte im Freien 50 oder 50+. Wichtig ist zusätzlich das eingekreiste UVA-Zeichen, weil der aufgedruckte Faktor nur den UVB-Schutz beschreibt.

Wie viel Creme braucht das Gesicht?

Etwa 1,2 Gramm, also gut ein halber Teelöffel für Gesicht und Hals. Praktisch entspricht das zwei durchgehenden Cremestreifen auf Zeige- und Mittelfinger.

Reicht Make-up mit Lichtschutzfaktor?

Nein. Von Foundation oder Tagescreme mit LSF wird nie die Menge aufgetragen, die für das angegebene Schutzniveau nötig wäre. Verwenden Sie zusätzlich ein eigenes Sonnenschutzprodukt.

Mineralische oder chemische Filter – was ist besser?

Beide sind in der EU streng reguliert und wirksam. Mineralische Filter sind für empfindliche Haut und Kinder oft angenehmer, organische Filter ziehen unsichtbarer ein. Entscheidend ist, dass Sie das Produkt täglich verwenden.

Braucht man Sonnenschutz auch im Winter?

Bei Alltag in der Stadt zwischen November und Februar meist nicht. Bei Schnee, in den Bergen und an sonnigen Frühjahrstagen dagegen sehr wohl, weil Schnee die Strahlung reflektiert und die Intensität mit der Höhe zunimmt.

Kann Olivenöl Sonnenschutz ersetzen?

Nein. Pflanzenöle haben keinen belastbaren Lichtschutzfaktor. Olivenöl kann die Haut pflegen, ersetzt aber kein Sonnenschutzprodukt.

Sonne als Arbeitsgrundlage – und als Risiko

Wer im Süden im Freien arbeitet, kommt um dieses Thema nicht herum. Die Regeln, die bei uns im Hain gelten, sind unspektakulär: Schatten in den Mittagsstunden, Hut, bedeckende Kleidung und morgens eine Gesichtscreme mit Lichtschutzfaktor, die man großzügig aufträgt. Bei anhaltenden Hautveränderungen, auffälligen Malen oder Fragen zur eigenen Haut gehört die Antwort in eine dermatologische Praxis und nicht in einen Blogbeitrag.

0 Kommentare

0