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Frittata Rezept: goldbraune Nudel-Frittata in der Pfanne angeschnitten

Frittata Rezept: die neapolitanische Nudel-Frittata aus der Pfanne

1 September 2026
admin

Frittata Rezept: goldbraune Nudel-Frittata in der Pfanne angeschnitten

Das klassische Frittata Rezept Süditaliens verwandelt übrig gebliebene Pasta in einen goldbraunen Kuchen aus der Pfanne: 320 g gekochte Nudeln, 4 Eier, 60 g geriebener Hartkäse, 100 g Schmelzkäse in Würfeln, ein Schuss Olivenöl. Bei mittlerer bis niedriger Hitze sieben bis acht Minuten auf der ersten Seite, wenden, weitere fünf bis sechs Minuten. Entscheidend sind niedrige Hitze und eine Pfanne von etwa 24 Zentimetern.

Ich bin Giuliano Conforti aus San Giorgio Albanese in der Provinz Cosenza. Die Nudel-Frittata ist eines meiner liebsten Gerichte, weil sie eine ganze Haltung erzählt: In der Küche wird nichts weggeworfen. Die Pasta von gestern wird zum Abendessen von heute, und niemand am Tisch merkt, dass es ein Resteessen ist.

In dieser Anleitung finden Sie das Frittata Rezept mit genauen Mengen, die Handgriffe für die knusprige Kruste, die Varianten der Tradition und die Antworten auf die Fragen, die beim ersten Versuch immer auftauchen.

Woher die Nudel-Frittata kommt

Dieses Frittata Rezept stammt aus der Resteküche, die unsere Großmütter aus Notwendigkeit praktiziert haben und die wir heute aus Überzeugung wiederentdecken. Statt gekochte Pasta wegzuwerfen, bindet man sie mit Eiern und Käse und brät sie zu einem kompakten Fladen. Das Ergebnis ist eine vollständige Mahlzeit, die warm und kalt schmeckt.

Die bekannteste Variante ist die neapolitanische Makkaroni-Frittata, üppig mit Wurst und Käse gefüllt. Jede Region Süditaliens hat ihre eigene Version, aber das Prinzip bleibt überall gleich: Pasta, Eier, Käse und eine gute Pfanne.

Für deutsche Küchen ist das Gericht aus zwei Gründen interessant. Erstens löst es das Problem der übrigen Nudeln vom Vortag besser als jedes Aufwärmen. Zweitens ist es ein Gericht, das kalt transportiert werden kann – für Picknick, Büro oder Fahrradtour deutlich praktischer als ein Nudelsalat.

Zutaten für vier Personen

  • 320 g gekochte Pasta, gern vom Vortag und bereits gewürzt (Spaghetti oder kurze Sorten)
  • 4 frische Eier
  • 60 g geriebener Hartkäse, etwa Pecorino oder gereifter Caciocavallo
  • 100 g Schmelzkäse in Würfeln, etwa Provola oder gut abgetropfter Mozzarella
  • 80 g Salami oder Pancetta in Würfeln, optional
  • 2 Esslöffel natives Olivenöl extra
  • Salz, Pfeffer, auf Wunsch etwas scharfe Streichwurst oder Chili

Wenn Sie von ungewürzter Pasta ausgehen, kochen Sie sie al dente, gießen ab und mischen sie mit einem Faden Olivenöl, bevor die Eier dazukommen. Bereits gewürzte Pasta vom Vortag ist trockener und bindet sogar besser – das ist der Grund, warum dieses Frittata Rezept mit Resten zuverlässiger gelingt als mit frisch gekochten Nudeln.

Schritt für Schritt

Schlagen Sie die Eier in einer Schüssel mit dem geriebenen Käse, Pfeffer und wenig Salz auf. Denken Sie daran, dass gereifter Käse und Wurst bereits viel Salz mitbringen.

Geben Sie die Pasta dazu und mischen Sie gründlich, sodass jede Nudel benetzt ist. Erst danach kommen die Käsewürfel und die Wurst hinein, damit sie sich nicht am Boden sammeln.

Erhitzen Sie einen Faden Olivenöl in einer beschichteten Pfanne von etwa 24 Zentimetern, geben Sie die Masse hinein und streichen Sie sie glatt. Braten Sie bei mittlerer bis niedriger Hitze sieben bis acht Minuten, bis der Boden goldbraun und fest ist.

Dann kommt der entscheidende Moment: Legen Sie einen Deckel oder flachen Teller auf die Pfanne, stürzen Sie die Frittata darauf und lassen Sie sie zurück in die Pfanne gleiten. Weitere fünf bis sechs Minuten braten, bis auch die zweite Seite eine Kruste hat. Vor dem Anschneiden fünf Minuten ruhen lassen – sie wird fester und lässt sich sauberer schneiden.

Die Kruste: vier Regeln

Erstens niedrige Hitze. Die Versuchung, die Platte hochzudrehen, ist groß, aber zu viel Hitze verbrennt außen und lässt innen alles roh.

Zweitens eine gute beschichtete Pfanne und gleichmäßig verteiltes Olivenöl. Es bräunt, ohne dass etwas ansetzt, und trägt Geschmack bei.

Drittens die richtige Menge. Überfüllen Sie die Pfanne nicht; zwei bis drei Zentimeter Dicke sind ideal. Ein dicker Fladen gart innen nicht durch, bevor außen zu viel Farbe entsteht.

Viertens die Temperatur der Pasta. Sie muss kalt oder lauwarm sein, wenn Sie die Eier untermischen – heiße Nudeln garen die Eier vorzeitig und die Masse wird körnig.

Varianten

Variante Zusätzlich zur Basis Garzeit gesamt
Weiß, schlicht nur Pasta, Eier, Pecorino 13 Minuten
Neapolitanisch Salami, Provola, hartes Ei 15 Minuten
Mit Erbsen 150 g Erbsen, Petersilie 14 Minuten
Mit Gemüse Reste von gebratenem Gemüse 15 Minuten
Mit Sauce vom Vortag 2 Esslöffel Tomatensauce 15 Minuten
Kalabrisch scharf Chili oder scharfe Streichwurst 14 Minuten

Bei uns in Kalabrien fehlt selten ein Akzent mit Schärfe, dazu ein Schmelzkäse, der Fäden zieht, oder etwas fein gehacktes eingelegtes Gemüse. Genau darin liegt der Reiz: Jedes Frittata Rezept sieht ein wenig anders aus, je nachdem, was im Kühlschrank steht.

Pfanne oder Ofen

In der Pfanne entsteht auf beiden Seiten die typische Kruste, und es geht schneller – das ist die traditionelle Methode. Der Ofen ist praktischer für große Mengen: Fetten Sie eine Form ein, backen Sie bei etwa 180 Grad 25 bis 30 Minuten, bis die Oberfläche goldbraun ist, und ersparen Sie sich das Wenden. Die Kruste wird dabei etwas weniger knusprig.

Für vier Personen nehme ich die Pfanne, für acht oder mehr den Ofen. Wer keine Übung im Wenden hat, kann auch in der Pfanne beginnen und die Frittata für die letzten Minuten unter den Backofengrill stellen – das ergibt eine gute Oberseite ohne Sturzmanöver.

Aufbewahren, mitnehmen, aufwärmen

Die Frittata schmeckt kalt hervorragend und ist deshalb ein Klassiker für Picknick und Strand. Abgedeckt hält sie sich im Kühlschrank zwei bis drei Tage. Zum Aufwärmen nehmen Sie eine Pfanne bei niedriger Hitze; die Mikrowelle macht sie weich statt knusprig.

In Würfel geschnitten wird sie zum Fingerfood für Buffet und Aperitif. Sie braucht kein Besteck und lässt sich gut transportieren. Viele finden sie am zweiten Tag sogar besser, weil sich die Aromen setzen. Ein Hinweis zur Sicherheit: Eierspeisen gehören zügig in den Kühlschrank und sollten nicht stundenlang bei Zimmertemperatur stehen – Informationen zum Umgang mit Eiern finden Sie beim Bundeszentrum für Ernährung.

Die Zutaten dafür finden Sie bei uns: das Olivenöl in der Flasche, italienische Wurstwaren und italienischen Käse. Welcher Käse sich zum Reiben eignet, erklärt unser Beitrag zu Pecorino Käse; als Beilage passt Gemüse in der Pfanne.

Vier Fehler, die jeder einmal macht

Der erste Fehler ist zu viel Ei. Vier Eier auf 320 Gramm Pasta sind das richtige Verhältnis; mehr Ei ergibt einen Auflauf, in dem die Nudeln schwimmen, statt einer schnittfesten Frittata.

Der zweite Fehler ist zu frühes Wenden. Warten Sie, bis sich die Frittata beim Rütteln der Pfanne als Ganzes bewegt – dann erst ist der Boden fest genug, um das Stürzen zu überstehen.

Der dritte Fehler ist zu viel Salz. Reifer Käse und Wurst bringen bereits reichlich mit; salzen Sie die Eimasse nur sparsam und schmecken Sie am Ende nach.

Der vierte Fehler ist sofortiges Anschneiden. Fünf Minuten Ruhe machen aus einem zerfallenden Fladen ein sauber schneidbares Gericht.

Häufige Fragen zum Frittata Rezept

Wie gelingt das Frittata Rezept am besten?

Mit gewürzter, kalter Pasta, gut verschlagenen Eiern mit geriebenem Käse und einer beschichteten Pfanne mit Olivenöl. Bei mittlerer bis niedriger Hitze braten, bis der Boden fest und goldbraun ist, dann mit Hilfe eines Deckels wenden. Geduld ist der entscheidende Faktor.

Kann ich Nudeln vom Vortag verwenden?

Ja, das ist sogar der Ursprung des Gerichts. Bereits gewürzte Pasta ist trockener und bindet besser mit den Eiern. Reste mit Tomatensauce funktionieren besonders gut, weil sie zusätzlich Geschmack mitbringen.

Pfanne oder Ofen?

In der Pfanne wird die Kruste auf beiden Seiten knusprig und es geht schneller. Im Ofen bei 180 Grad und 25 bis 30 Minuten gart die Frittata gleichmäßig und muss nicht gewendet werden – praktisch für große Mengen.

Welcher Käse eignet sich?

Zum Binden ein gereifter Reibkäse wie Pecorino oder Caciocavallo, für den Schmelzeffekt Provola oder gut abgetropfter Mozzarella in Würfeln. Sparen Sie beim Salz, weil gereifter Käse bereits viel mitbringt.

Wie bewahre ich die Frittata auf?

Abgedeckt zwei bis drei Tage im Kühlschrank. Zum Aufwärmen eine Pfanne bei niedriger Hitze verwenden, nicht die Mikrowelle. Kalt in Würfeln geschnitten eignet sie sich als Fingerfood.

Welche regionalen Varianten gibt es?

In Neapel die Makkaroni-Frittata mit Wurst, Ei und Käse, in weiten Teilen Süditaliens die schlichte weiße Version nur mit Pecorino, dazu Varianten mit Erbsen, Gemüse oder Saucenresten. In Kalabrien kommt meist etwas Schärfe hinzu.

Frittata, Omelett und Tortilla: der Unterschied

Die drei werden häufig verwechselt, sind aber drei verschiedene Gerichte. Ein Omelett wird schnell bei hoher Hitze gegart, bleibt innen weich und wird gefaltet; die Füllung kommt erst am Ende hinein. Die Frittata dagegen gart langsam bei niedriger Hitze, die Zutaten sind von Anfang an in der Eimasse, und sie wird gewendet statt gefaltet – das Ergebnis ist fest und durchgegart.

Die spanische Tortilla ist der Frittata am nächsten, arbeitet aber fast immer mit Kartoffeln und Zwiebeln als Basis und mit deutlich mehr Öl. Wer ein Frittata Rezept nach italienischer Art umsetzen will, sollte deshalb weder wie beim Omelett hetzen noch wie bei der Tortilla frittieren.

Ein praktischer Nebeneffekt der langsamen Garweise: Die Frittata bleibt beim Abkühlen schnittfest und fällt nicht zusammen. Genau deshalb funktioniert sie kalt, während ein Omelett kalt unangenehm wird.

Mengen und Nährwerte

Aus den angegebenen Mengen werden vier Portionen von je rund 250 Gramm. Pro Portion kommen Sie auf etwa 480 bis 550 Kilokalorien, rund 25 Gramm Eiweiß und 22 bis 26 Gramm Fett – je nachdem, ob Wurst dabei ist. Als leichtes Abendessen reicht die halbe Portion mit einem Salat daneben.

Wer die Frittata leichter machen möchte, lässt die Wurst weg, ersetzt einen Teil des Schmelzkäses durch gebratenes Gemüse und bleibt bei vier Eiern. Umgekehrt lässt sie sich mit einem fünften Ei und zusätzlichem Käse zu einem sättigenden Hauptgericht ausbauen.

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